Diskussionsforum : Das Ehrenamt, eine Chance für unsere Gesellschaft ?!

Photo salle de conférenceDas Familienministerium, der "Conseil Supérieur du Bénévolat", und Vertreter von Organisationen diskutierten am Freitag, den 27. März über die Zukunft des Ehrenamts in Luxemburg. Das Diskussionsforum hatte zum Thema : Das Ehrenamt, eine Chance für unsere Gesellschaft ?!

„Die Gesellschaft hat sich gewandelt und mit ihr das Ehrenamt. Wir müssen uns an die Veränderungen anpassen, damit das Ehrenamt auch in Zukunft eine Chance hat“, so Charles Brück, Präsident vom Hohen Rat des Ehrenamtes.

Zur Förderung des Ehrenamts wurden innerhalb des Hohen Rates drei Arbeitsgruppen gebildet, deren Ergebnisse vorgestellt wurde:

  • Die erste Arbeitsgruppe befasste sich mit dem Thema Unfallversicherung für ehrenamtliche Helfer.
  • In der zweiten Arbeitsgruppe ging es um die „Ehrenamtswoche in Schülerwohnheimen vom 4. bis 8. Mai“. Ziel ist die Sensibilisierung junger Menschen für das Ehrenamt und die Teilnahme der Jugendlichen an einem konkreten Projekt.
  • Die dritte Arbeitsgruppe arbeitet zurzeit an einer „Ehrenamtskarte 26 +“, in Anlehnung an die bereits existierende „Teamkaart“, die vom Familienministerium ausgearbeitet wurde und seit Januar für ehrenamtlich tätige junge Menschen zwischen 14 und 26 Jahren erhältlich ist. Die Karteninhaber erhalten kleine Geschenke als Anerkennung für den geleisteten Beitrag zum Gemeinwohl.

„Ohne die Freiwilligen müssten wir auf vieles verzichten, ehrenamtlich geleistete Arbeit trägt zur Integration und zur sozialen Kohäsion bei“, meinte Familienministerin Marie-Josée Jacobs.

Photo Table-rondeMan dürfe die ehrenamtliche Tätigkeit nicht mit Freiwilligendienst verwechseln, hieß es während des Rundtischgesprächs mit Vertretern des Ehrenamts. Diese Form des Freiwilligendienstes entspreche den Erwartungen junger Leute eher als eine unbefristete ehrenamtliche Tätigkeit in einem Verein. Der Vertreter des Innenministeriums hob das Problem der Verfügbarkeit der Helfer bei den Rettungsdiensten hervor. In puncto Integration von Behinderten noch viel zu tun. Jede Behinderung erfordere spezifische Überlegungen bei der Erarbeitung von Lösungen.

Um die Arbeit von ehrenamtlichen Helfern zu honorieren, sei der Weg der Entlohnung nicht der richtige, wohl aber der Weg einer Anerkennung. Eine interministerielle Arbeitsgruppe analysiere zurzeit verschiedene Lösungswege.

  • Letzte Änderung dieser Seite am 27-03-2009