Am 7.November fand im Jean-Monnet-Gebäude in Luxemburg-Kirchberg ein internationales Symposium statt, das von der Ehrenamtagentur Luxemburg und dem Europäischen Zentrum für Freiwilligenarbeit (CEV) zum Thema „Ehrenamt und interkultureller Dialog“ organisiert wurde. 165 Vertreter des Ehrenamtes aus Luxemburg und über 20 europäischen Ländern nahmen daran teil. Die Veranstaltung fand unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission, des Familien- und Integrationsministeriums und der Stadt Luxemburg statt.
In den Begrüßungsreden wurden die Verdienste der Freiwilligenarbeit und die Herausforderungen in einer sich stark veränderten Welt hervorgehoben.
Das Rundtischgespräch mit den in- und ausländischen Experten war ein echte Fundgrube. Die Teilnehmer fanden hier reichlich Diskussionsstoff, um in den Workshops zu arbeiten.
Der Soziologe Paul Estgen vom Sesopi-Ci aus Luxemburg, Autor einer Studie über das bürgerschaftliche Engagement, betonte, dass es für Luxemburg eine große Herausforderung sei, die soziale Vermischung im Ehrenamt zu fördern und die Ehrenamtlichen zur kulturellen Diversität zu sensibilisieren. Nur so könne das bürgerschaftliche Engagement zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen.
Herr Jacques Küntziger, Direktionsrat im Familien- und Integrationsministerium unterstrich, dass die Förderung der interkulturellen Erziehung von Jugendlichen und des interkulturellen Engagements anhand von Projekten, die von luxemburgischen und nicht-luxemburgischen Einwohnern gemeinsam realisiert werden, wichtig sei.
Die Vertreterin und Verfechterin des interkulturellen Dialogs, Suzanne Monkasa, verteidigte die These, dass Frauen und Männer gleichwertig in den Dialog einzubeziehen sind und gelebte Verschiedenartigkeit ein besonderer Reichtum ist, der bis zu ins Management anzustreben ist.
Am Nachmittag präsentierten Mitglieder des Europäischen Zentrum für Freiwilligenarbeit (CEV) in Arbeitsgruppen Projekte, in denen das ehrenamtliche Engagement durch interkulturellen Dialog gefördert wird.
Von Luxemburger Seite wurden 2 Beispiele angeführt: das alljährliche „Festival des Migrations, des Cultures et de la Citoyenneté“, das vom CLAE in Zusammenarbeit mit vielen Ausländerorganisationen und Luxemburger Vereinigungen koordiniert wird, sowie das Projekt „Courant d’Air Littéraire“, das Zusammenkünfte von Autoren aus Luxemburg und einem Immigrationsland mit Schulklassen, Jugendlichen und Erwachsenen in speziellen Workshops fördert.

